Mein Weg
Ich wurde im Süden Russlands geboren. Mein Vater war Geologe, meine Mutter Bauingenieurin, und ein großer Teil meiner Kindheit war von Natur, Weite und Entdeckung geprägt.
Besonders tief in meiner Erinnerung leben die Zeiten bei meinen Großeltern im russischen Dorf: Wälder und Flüsse, Getreidefelder und endlose Steppen, Blumenwiesen, der Duft von Heu und Kräutern, frische Milch, Tiere, warme Sommernächte und ein Himmel voller Sterne.
Dort lernte ich früh eine Welt kennen, in der Natur nicht nur Umgebung war, sondern etwas Lebendiges – etwas, mit dem man in Verbindung sein konnte.
Ich sammelte mit meiner Großmutter Kräuter und Beeren, verbrachte Stunden draußen, schwamm in Seen, spielte mit den Kindern des Dorfes und liebte dieses Gefühl von Freiheit und Abenteuer.
Meine Großmutter war eine Frau mit großem Wissen über Pflanzen, Menschen und traditionelle Heilweisen. Menschen kamen zu ihr, suchten Rat und Unterstützung. Als Kind nahm ich vieles davon einfach auf, ohne zu wissen, welche Bedeutung es später für mein eigenes Leben bekommen würde.
Vielleicht wurde damals bereits der Samen für meine spätere Arbeit gelegt: meine Faszination für den Menschen, für die Kräfte der Natur, für Heilung, Energie und die Geheimnisse des Lebens.
Zwischen verschiedenen Welten
Später zog ich mit meinen Eltern nach Rostow am Don und lebte anschließend auch im wunderschönen St. Petersburg. Diese Städte eröffneten mir eine andere Welt – voller Kultur, Bildung, Geschichte, Dynamik und menschlicher Begegnungen.
Nach meinem Schulabschluss studierte ich in Sotschi und absolvierte meine Ausbildung im Bereich Hotellerie und Tourismus. Anschließend arbeitete ich erfolgreich in leitender Position in einem großen Hotel am Schwarzen Meer.
Ich wurde Mutter und durfte erfahren, wie sehr das Leben sich verändert, wenn Verantwortung für einen anderen Menschen hinzukommt.
Später führte mich mein Weg nach Deutschland. Ich baute mir hier ein neues Leben auf, gründete ein eigenes Geschäft und wurde zum zweiten Mal Mutter.
Diese Jahre haben mich auf besondere Weise geprägt. Ich lernte, Verantwortung zu übernehmen, Neues aufzubauen und auch in unbekannten Situationen meinen eigenen Weg zu finden.
Gleichzeitig wuchs in mir immer stärker die Frage:
Wer bin ich wirklich – jenseits meiner Aufgaben, Rollen und Erwartungen?
Diese Frage wurde zu einer der wichtigsten Fragen meines Lebens.
Der Weg zurück zu mir selbst
Schon lange bevor Spiritualität und Körperarbeit zu meinem Beruf wurden, begann ich, verschiedene Wege der Selbsterfahrung zu erforschen.
Ich beschäftigte mich intensiv mit Yoga, Meditation, Reiki, Ayurveda- und Energiemassage, bioenergetischer Körperarbeit, Atemarbeit und unterschiedlichen spirituellen Traditionen.
Was zunächst eine persönliche Suche war, wurde mit der Zeit zu einem tiefen inneren Weg.
Ich begann, meinen Körper anders wahrzunehmen. Ich lernte, meiner Intuition wieder zu vertrauen, meine Lebensenergie bewusster zu spüren und die Verbindung zwischen Körper, Emotionen, Geist und Seele immer tiefer zu verstehen.
Dabei begegnete ich vielen Lehrern, Lehrerinnen und Menschen, die mich inspirierten und mir neue Türen öffneten.
Von besonderer Bedeutung war für mich die Begegnung mit den Lehren Oshos. Seine Bücher, Meditationen und die Begegnungen mit Menschen aus dieser Tradition wurden zu einer wichtigen Quelle meiner spirituellen Entwicklung. Später erhielt ich als Sannyasin meinen spirituellen Namen Jaimala.Auch Tantra, Yoga, taoistische Energielehre, Körpertherapie und verschiedene Formen meditativer und energetischer Praxis begleiteten meinen Weg. Begegnungen mit Lehrerinnen und Lehrern unterschiedlicher Traditionen haben mein Verständnis von Körper, Bewusstsein, Sexualität, Lebensenergie und Spiritualität erweitert.
Doch mindestens ebenso wichtig wie jede Ausbildung war für mich die eigene Erfahrung.
Denn Wissen wird für mich erst dann lebendig, wenn wir es im eigenen Körper erfahren.
Vom Lernen zum Begleiten
Mit der Zeit wurde aus meiner persönlichen Suche meine Berufung.
Ich begann, Menschen mit Körperarbeit, Massage, energetischer Arbeit und Beratung zu begleiten.
Dabei war mir schon früh wichtig, nicht ausschließlich nach festgelegten Methoden zu arbeiten.
Jeder Mensch bringt eine eigene Geschichte, einen eigenen Körper, eine eigene Energie und einen eigenen Lebensweg mit.
Aus meinen Ausbildungen, meiner Erfahrung, meiner Intuition und meinem feinen Wahrnehmen entstanden deshalb immer stärker individuelle Formen der Körperarbeit.
Ich begann zu erforschen, was einen Menschen wieder in Kontakt mit seiner Lebendigkeit bringen kann.
Was lässt uns unseren Körper wieder spüren?
Was öffnet unser Herz?
Was bringt unsere Lebensenergie wieder ins Fließen?
Und was hilft uns, uns selbst wieder näherzukommen?
Diese Fragen begleiten meine Arbeit bis heute.
Die Rückkehr zum alten Wissen
Mit den Jahren führte mich mein Weg immer tiefer zum traditionellen Heilwissen und zum Schamanismus.
Ich begegnete Heilern und Heilerinnen aus unterschiedlichen Kulturen und Traditionen – unter anderem Curanderos aus Peru, mexikanischen Heiltraditionen, burjatisch-mongolischen Schamanen sowie traditionellen Hebammen und Frauenbegleiterinnen.
Gleichzeitig begann ich immer deutlicher zu verstehen, dass vieles von dem, wonach ich in der Welt gesucht hatte, bereits in meiner eigenen Familiengeschichte vorhanden war.
Meine Großmutter Evdokija war kräuterkundig und begleitete Frauen. Meine Urgroßmutter Efrosinja war als Heilerin bekannt. Auch weitere Vorfahren waren mit traditionellen Heilweisen, Spiritualität und schamanischem Wissen verbunden.
Heute empfinde ich diese Verbindung zu meinen Ahnen nicht nur als Herkunft, sondern als eine tiefe Verantwortung.
Ich bin dankbar für das Wissen, die Kraft und die Erfahrungen, die durch die Generationen zu mir gekommen sind, und verbinde dieses alte Wissen mit meinen heutigen Erfahrungen aus Körperarbeit, Psychosomatik, Meditation, Energiearbeit und moderner Bewusstseinsarbeit.
Frauen auf ihrem Weg begleiten
Ein immer größerer Teil meiner Arbeit wurde mit den Jahren der Begleitung von Frauen gewidmet.
Frauen in unterschiedlichen Lebensphasen begegnen mir mit ganz verschiedenen Fragen: nach ihrem Körper, ihrer Weiblichkeit, ihrer Sexualität, ihren Beziehungen, ihrer Kraft, ihrer Gesundheit oder nach einer neuen Orientierung im Leben.
In Körperarbeit, Massagen, energetischen Sitzungen, Gesprächen, Seminaren und Ritualen schaffe ich Räume, in denen Frauen wieder lernen können, sich selbst wahrzunehmen.
Dabei geht es mir nicht darum, einem bestimmten Bild von Weiblichkeit zu entsprechen.
Es geht darum, die eigene Weiblichkeit zu entdecken.
Die eigene Stimme.
Die eigenen Bedürfnisse.
Die eigene Sinnlichkeit.
Die eigene Kraft.
Und die Freiheit, den eigenen Weg bewusst zu gestalten.
Auch Übergänge spielen in meiner Arbeit eine wichtige Rolle. Deshalb begleite ich Menschen mit Reinigungs-, Übergangs-, Abschieds- und Neubeginnritualen und verbinde dabei traditionelle Elemente mit einer zeitgemäßen, achtsamen Begleitung.
Dankbarkeit für meinen Weg
Wenn ich heute auf mein Leben zurückblicke, sehe ich keinen geraden Weg.
Ich sehe viele Begegnungen, Entscheidungen, Veränderungen und Erfahrungen, die mich Stück für Stück näher zu mir selbst geführt haben.
Ich bin meinen Eltern dankbar für das Leben und für vieles, was sie mir mitgegeben haben.
Ich bin meinen Großeltern und meinen Vorfahren dankbar für meine Wurzeln und für die Verbindung zu Natur, Spiritualität und traditionellem Wissen.
Ich bin meinen Kindern dankbar, durch die ich so viel über Liebe, Verantwortung, Loslassen und Vertrauen lernen durfte.
Und ich bin auch den Männern und Menschen dankbar, die mich auf meinem Lebensweg begleitet haben.
Jede tiefe Beziehung hat mir etwas geschenkt – Liebe, Nähe, Erfahrung, Selbsterkenntnis, Wachstum oder einen neuen Blick auf mich selbst.
Menschen kommen in unser Leben, manchmal für lange Zeit und manchmal nur für einen Abschnitt. Viele von ihnen hinterlassen etwas Wertvolles.
Heute kann ich meinen Weg mit großer Dankbarkeit betrachten.
Heute
Heute lebe ich zwischen verschiedenen Welten, die alle zu mir gehören: zwischen Natur und Großstadt, Stille und Begegnung, Rückzug und Bewegung.
Ich reise viel, arbeite in verschiedenen Städten und Ländern und begleite Gruppen zu besonderen Kraftorten. Gleichzeitig brauche und liebe ich die Nähe zur Natur – Wälder, Felder, Wasser und den Rhythmus der Jahreszeiten.
Meine beiden Söhne sind erwachsen und gehen heute ihre eigenen Wege.
Und auch ich gehe meinen Weg weiter – neugierig, lernend, reisend und offen für Entwicklung.
Spiritualität bedeutet für mich dabei nicht, sich vom Leben zu entfernen.
Im Gegenteil.
Für mich bedeutet Spiritualität, tiefer im Leben anzukommen.
Im Körper.
Im Herzen.
In der Natur.
In unseren Beziehungen.
Und in dem Bewusstsein dafür, wer wir wirklich sind.
Im Zentrum meiner Arbeit stehen deshalb Liebe zum Menschen, Achtsamkeit und Präsenz.
Mein Anliegen ist es, Menschen dabei zu begleiten, Körper, Geist und Seele wieder miteinander zu verbinden und den Zugang zu ihrer eigenen inneren Kraft zu finden.
Einer der schönsten Momente meiner Arbeit ist für mich immer wieder derselbe:
Wenn ein Mensch nach einer Begegnung, einer Sitzung oder einem Seminar lebendiger vor mir steht – mit einem offenen Gesicht, einem neuen Leuchten in den Augen und ein wenig mehr Verbindung zu sich selbst.
Dann weiß ich, warum ich diesen Weg gehe.
Mein Efahrungs - und Ausbildungsweg
Ich weise darauf hin, dass meine Angebote in der Gesundheitspraxis kein Ersatz für medizinische, ärztliche, psychotherapeutische und psychiatrische Untersuchungen, Diagnosen, Therapien und Heilbehandlungen sind! Für die Erstellung einer Diagnose und Therapie ist Ihr Arzt oder Heilpraktiker zuständig.






